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Autor Thema: Extern geschriebene Noten!!
PossaXguggi
Kennt sich schon aus
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ID # 898


  Erstellt am 16. Juli 2004 21:10 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Weshalb lassen einige Vereine ihre Noten extern schreiben?
Auf was muß geachtet werden, damit auch der gewünschte Erfolg erzielt wird?
Wen läßt man am besten diese Noten schreiben?
Was kosten diese Noten pro Musikstück?
Was muß vorgearbeitet werden, damit der "Schreiber" effektiv
arbeiten kann und die Noten mit möglichst wenig Veränderungen geprobt werden können?

Jetzt könnt ihr euch austoben!

Grüßle PossaXguggi

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Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener Tag !!!!
- einer der Vollblutpower Guggis in der
First Guggenband Stuttgart

Beiträge: 76 | Mitglied seit: Juli 2004 | IP-Adresse: gespeichert
gepetto
Ganz neu hier
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ID # 916


  Erstellt am 17. Juli 2004 09:58 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Hallo PossaXguggi,
ich arrangiere Notenmaterial nach Auftrag und gerne geb ich hier ein bisschen Auskunft über das wie und warum .

- Weshalb lassen einige Vereine ihre Noten extern schreiben?
Manche Guggenmusiken haben einfach nicht die entsprechenden Personen die Noten arrangieren können bzw. es nicht wollen. Oftmals sind die Kosten und das Endergebnis geringer als es der eigentliche Zeitaufwand rechtfertigen würde.

- Auf was muß geachtet werden, damit auch der gewünschte Erfolg erzielt wird?
Es gibt Leute die einfach schlechte Midis aufs Notenblatt kopieren und ohne große Bearbeitung zum Verkauf anbieten. Meißt sind die Ergebnisse sehr bescheiden. (Zu kompliziert, zu einfach, zu hoch, zu tief usw.)
Jede Gruppe ist anderst besetzt und hat Stärken und Schwächen bzw. setzt gewisse Maßstäbe, so das jedes Stück auf die ensprechenden Bedürfnisse zugeschnitten sein sollte.

- Wen läßt man am besten diese Noten schreiben?
Es gibt einige begabte Musiker die nach etwas Übung ohne größere Probleme Noten schreiben können. Einfach fällt dies oftmals Pianisten die meißt sehr fit in allen Akkorden und der Harmonielehre sind. Sollten allerdings Grundkenntnisse in der Instrumentierung und den Tonlagen der Blasmusik besitzen.

- Was kosten diese Noten pro Musikstück?
Je nach persönlichen Beziehungen kann man das von Bekannten kostenlos oder für ne Kiste Bier machen lassen. Jedoch je nach Aufwand und Anzahl der Stimmen, sitzt der Arrangeur Stunden bzw. auch mal Tage an einem Titel.
Ich für meinen Teil berechne je nach Aufwand zwischen 10 und 30 Euro pro Stimme. Dafür bekommt man von mir Partitur, Noten für jede Registerstimme und eine CD mit Gesamtstück und den Einzelstimmen. Griff und Zugtabelle lege ich auf Wunsch mit dazu oder teilweise beschrifte ich die Noten bereits mit den Griffen und Zügen.

- Was muß vorgearbeitet werden, damit der "Schreiber" effektiv arbeiten kann und die Noten mit möglichst wenig Veränderungen geprobt werden können?
Natürlich benötigt man zuerst mal Titel und Interpreten. Dann die einzelnen Stimmen der Gruppe, also 1.trp/2.trp/1.pos/2.pos/horn/bass oder so ähnlich. Der Tonumfang (max höchste Ton) der einzelnen Instrumente bzw. Musiker, zumindest der Trompeten. Und gut wären noch allgemeine Stärken und Schwächen zu wissen bzw. die ungefähre Stilrichtung einschätzen zu können.

Ich hoffe ich konnte hier etwas weiterhelfen und wünsche allen eine gute Sommerpause!
:D

Beiträge: 5 | Mitglied seit: Juli 2004 | IP-Adresse: gespeichert
trompit
Guggt fast täglich rein... immer gerne gesehen
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ID # 113


  Erstellt am 17. Juli 2004 14:26 (#3)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
hallo leutz

ich finde, wenn man die noten selber schreibt, hat den vorteil,das man genau weiss was umsetzbar ist und was nicht.z.b.:was nützen mir sax-noten,wenn ich dieses register nicht habe.......
noten zu kaufen ist eigentlich kein problem...nur stellt sich dann oft die frage:wie hat jetzt das der externe arrangeur gemeint?.....wie sollen wir das geschriebene umsetzen?

ich für mich ,würde nie noten kaufen!nur was ich selber ausgehirnt habe,kann ich meinen leutz vermitteln.
ausserdem habe ich schon arrangierte noten als midi gehört
und auf papier gesehen,naja sage ich da.

wenn man was extern arrangieren lässt,dann sollte es von jemanden sein,der den kunden(gugge)kennt und weiss,was möglich ist und was nicht.
natürlich kommt dann hinzu,das man jemanden in der gugge hat,der auch das geschriebene versteht und erklären kann.

gruss trompit[edit]

[ Beitrag am 17. Juli 2004 15:32 bearbeitet von trompit ][/edit]

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Beiträge: 667 | Mitglied seit: August 2002 | IP-Adresse: gespeichert
PossaXguggi
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ID # 898


  Erstellt am 19. Juli 2004 11:27 (#4)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
@ Trompit,
wer schreibt bei euch die Noten?
Du ,ganz alleine?Mit welchem Programm?
Grüßle Stefan

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Beiträge: 76 | Mitglied seit: Juli 2004 | IP-Adresse: gespeichert
Maegges
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ID # 568



-338-219-310
  Erstellt am 19. Juli 2004 17:32 (#5)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Ich bastle unser Notenwesen auch selber,- wir hatten vor langer Zeit testweise gekauftes Material: wie schon oben beschrieben - zu hoch, Register die keiner braucht (Klarinette, Oboe...) und teuer wie Sau (damals über 100 DM). In nunmehr 8 Jahren habe ich mich in die Materie eingearbeitet und alle sind (meistens) zufrieden!

PS.: Ich arbeite mit Cubase VST von Steinberg

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Vergessen musst, was früher Du gelernt! (Yoda)

www.gassamoeggis-albstadt.de

Beiträge: 278 | Mitglied seit: Dezember 2003 | IP-Adresse: gespeichert
trompit
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ID # 113


  Erstellt am 20. Juli 2004 00:44 (#6)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
hallo possaxguggi

ja ich schreibe für uns die noten selber.
ich benutze capella 2004,ich bin überzeugt von diesen teil.
schnell, unkompliziert und wirklich flexibel.ich kann sogar die noten per e-mail verschicken.die älteren capella-versionen hatten das nicht drauf.
capella wird ausserdem ,meine wissens,von vielen usern hier im forum angewendet.das macht das ganze nochmals interessanter.ich meine damit z.b.:notentausch,da wird mal eben an jemanden was geschickt...mit der bitte um seine meinung dazu..... und was bekommt man zurück?......
eine verbesserte version!...besser kanns gar nicht laufen!


gruss pit[edit]

[ Beitrag am 20. Juli 2004 01:53 bearbeitet von trompit ][/edit]

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Beiträge: 667 | Mitglied seit: August 2002 | IP-Adresse: gespeichert
gepetto
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ID # 916


  Erstellt am 20. Juli 2004 07:28 (#7)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat:
ich finde, wenn man die noten selber schreibt, hat den vorteil,das man genau weiss was umsetzbar ist und was nicht.z.b.:was nützen mir sax-noten,wenn ich dieses register nicht habe.......
noten zu kaufen ist eigentlich kein problem...nur stellt sich dann oft die frage:wie hat jetzt das der externe arrangeur gemeint?.....wie sollen wir das geschriebene umsetzen?

ich für mich ,würde nie noten kaufen!nur was ich selber ausgehirnt habe,kann ich meinen leutz vermitteln.
ausserdem habe ich schon arrangierte noten als midi gehört
und auf papier gesehen,naja sage ich da.

wenn man was extern arrangieren lässt,dann sollte es von jemanden sein,der den kunden(gugge)kennt und weiss,was möglich ist und was nicht.
natürlich kommt dann hinzu,das man jemanden in der gugge hat,der auch das geschriebene versteht und erklären kann.



Ich gebe dir recht, dass man als Arrangeur und Musikalischer Leiter in einer Person gewisse Vorteile hat. Jedoch wenn ich einen Auftrag von einer fremden Gugge bekomme versuche ich natürlich auch so viel als möglich von dieser Gruppe zu erfahren. Also welche Besetzung, gute Musiker oder Anfänger, wieviele Musiker und wieviele Stimmen pro Register, Wo liegen die Schwächen und die Stärken. Ohne diese Infos kann man nicht vernünftig arbeiten.
Das Umsetzen der geschriebenen Noten muss natürlich, jede Gugge für sich erarbeiten, eigentlich steht je auch alles auf den Notenzeilen!?! Bei mir bekommt man aber zusätzlich noch eine CD mit dem Gesamtstück und den einzelnen Stimmen, jedoch hat ja auch jede Gruppe Ihren eigenen Stil und was schlussendlich dabei rauskommt kann ein Arrangeur auch nicht schreiben!

Fertige "Universalnoten" würde ich auch nicht unbedingt empfehlen, höchstens man kann sie selbst wieder so verarbeiten, dass man Sie auch umsetzen kann. Deshalb schreibe ich Noten für jede Gruppe speziell zugeschnitten. Was eigentlich bisher immer funktioniert hat.
:cool1:

Beiträge: 5 | Mitglied seit: Juli 2004 | IP-Adresse: gespeichert
Waggis-Drummer
Ist öfters hier
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ID # 307


  Erstellt am 20. Juli 2004 10:45 (#8)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
@ gepetto

Für welche Guggen hast du schon Stücke geschrieben bzw. umgesetzt ? Und was für Stücke ?

Beiträge: 39 | Mitglied seit: April 2003 | IP-Adresse: gespeichert
gepetto
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ID # 916


  Erstellt am 20. Juli 2004 18:30 (#9)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Ich schreibe natürlich seit einigen Jahren für meine eigene Guggenmusik Arrangements von 9 - 10 Stimmen von Rockklassikern bis zu aktuellen Pop- und Rockarrangements. Für ein paar wenige neuere Guggen arrangiere ich zwischen ca 3 - 6 Stimmen und dann meißt Guggenklassiker bzw. eventuell auch mal sogenannte "Stimmungstücke".
Da ich mit den Jahren die Guggenszene kennengelernt habe werde ich jedoch einen Teufel tun und in diesem Forum die Namen nennen. Falls Du bzw. Ihr Interesse an einem Arrangement habt, kann ich Euch gerne ein Angebot machen. :cool1: Falls Ihr aber bereits jemanden habt der Eure Arrangements selbst machen kann, ist das auch ok da ich eigentlich nur etwas zu diesem Thema beisteuern wollte aber keine Eigenwerbung betreiben möchte.

Beiträge: 5 | Mitglied seit: Juli 2004 | IP-Adresse: gespeichert
Waggis-Drummer
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ID # 307


  Erstellt am 21. Juli 2004 06:44 (#10)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Also bei uns sieht es so aus, dass wir für dieses Jahr noch jemanden haben der die Stücke arrangieren kann. Aber ab nächster Saison sieht es bis jetzt schlecht aus.
Ich werde mir mal deine E-Mail Adresse merken und dann vielleicht nächstes Jahr auf dich zurück greifen.

Beiträge: 39 | Mitglied seit: April 2003 | IP-Adresse: gespeichert
PossaXguggi
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ID # 898


  Erstellt am 21. Juli 2004 17:43 (#11)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
@ geoetto,
Was ist auf so einer CD zu hören?
Orginalstimme des dementsprechenden Instrumentensatzes oder elektronische Instrumentenstimmen?
Ich hab echt keinen Schimmer was mich da erwarten würde!
Außerdem vielen Dank für deine bisherigen Ausführungen.
Grüßle PossaXguggi

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ID # 916


  Erstellt am 21. Juli 2004 18:30 (#12)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Es wäre wahrscheinlich etwas aufwendig, extra "Studiomusiker" für Gesamt und Registeraufnahmen zu angagieren! Ich alleine kann leider nicht alle Instrumente spielen, zumindest nicht gleichzeitig.:D
Also auf dieser CD sind natürlich digitale Sounds, die in etwa dem reellen Instrumentenklang gleich tönen. Diese Aufnahmen sind in der Stimmung eins zu eins mit dem Original und können auch (sinnvollerweise) zum üben für die einzelnen Mitglieder benutzt werden.
Auf der CD sind zu hören:
Gesamtstück mit allen Stimmen und jeweils die einzelnen Registerstimmen, also z.B. 1Trp 2Trp 3Trp 1Pos 2Pos 1Tenh. 2Tenh. Sax. Lyra. Bass eventuell auch noch Drums :cool1:

Beiträge: 5 | Mitglied seit: Juli 2004 | IP-Adresse: gespeichert
PossaXguggi
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ID # 898


  Erstellt am 23. Juli 2004 19:23 (#13)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
:) Unser Musikalischer leiter spielt fast jedes Instrument,daher hätte ich mir soetwas auch in Orginaltönen vorstellen können!Bei deiner eigenen Gugge hätte auch die Möglichkeit bestanden,daß aus jedem Satz einer hilft und mitspielt!Aber elektronische Hilfsmittel sind heute fast wie Orginale. :cool1:

Guggidank
PossaXguggi

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