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Autor Thema: Guggenmusiken – der Mythos von Sound und Intonation
tko
Guggt fast täglich rein... immer gerne gesehen
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ID # 2065


  Erstellt am 14. Januar 2009 12:45 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
( Guggenmusig ist eben doch eine wissenschaft für sich :D.
An der Hochschule Luzern - Musik wurde das phönomen genaustens untersucht,viel spass beim lesen. :D:D )

Guggenmusiken spielen an der Fasnacht – manchmal schräg und schaurigschön,
oft auch laut. Unabhängig davon, ob einem Guggenmusiken gefallen
oder nicht: Diese Musikgruppen haben einen eigenen Sound und übertragen die Stücke, die sie spielen, in ihr spezifisches Idiom.

Im Forschungsprojekt «Guggenmusiken – der Mythos von Sound und Intonation» verfolgte ich zwei Ziele: Charakteristika des Guggenmusik-Sounds mit empirischen Methoden zu untersuchen und an konkreten Beispielen die sozialen Prozesse zu zeigen, die zu diesem spezifischen Klang führen. Ich konzipierte das Projekt als Fallstudie mit drei Guggenmusiken.

Für die Auswahl der Vereine definierte ich Kriterien, die einerseits die Vergleichbarkeit gewährleisteten: die Guggenmusiken mussten dasselbe Stück im Repertoire haben. Andererseits musste zwischen den Vereinen eine möglichst
grosse Variation bestehen: die drei Guggenmusiken sollten aus Stadt, Agglomeration und aus einem ländlichen Gebiet der Zentralschweiz kommen sowie möglichst unterschiedliche
Klangeigenschaften und Vereinsstrukture aufweisen. Schliesslich wählte ich die Guggenmusik Noggeler aus Luzern, die Sonnechöbler aus Ebikon und die Schlossruugger aus Altishofen, die das Stück «The Best»1 von Tina Turner
im Repertoire haben.

Die drei Guggenmusiken haben je ein Gremium, das die neuen Stücke auswählt, und einen Arrangeur,der die Stücke umschreibt. Die Noten dienen hauptsächlich als Grundlage für die Probenarbeit der Blechbläserinnen und -bläser:
an Auftritten spielen sie auswendig und die Mitglieder des Rhythmusregisters erhalten keine arrangierten Noten. Sie hören das Tonbeispiel an und spielen die Rhythmen anschliessend nach. Als Quellen standen mir die Arrangements und Tonaufnahmen der Guggenmusiken zur Verfügung. Diese habe ich in Beziehung zur Aufnahme von Tina Turner gesetzt.

Für die Analyse transkribierte ich Teile der Tonaufnahmen, insbesondere die zweite Strophe von «The Best».
Ich stellte die These auf, dass der Sound von Guggenmusiken in enger Beziehung steht zu den sozialen Strukturen und Prozessen der Vereine. Ich brauchte also Informationen über
die Vereine, das Vereinsleben, die Mitgliederstruktur, das Alter der Mitglieder, die Vereinsphilosophie und über das Vorgehen bei der Stückauswahl und in den Proben. Mich interessierte auch, wie die Mitglieder den Sound ihrer
Guggenmusik beschreiben und was sie zum Entstehen dieses Sounds beitragen; also ob sie beispielsweise ein Instrument spielen können, ob sie üben oder wie sie ein neues Stück lernen. Ich führte deshalb leitfadengestützte Interviews
mit den Präsidenten, den Tambourmajoren2, den Arrangeuren, einem Mitglied des Rhythmusregisters sowie mit zwei Mitgliedern der Blechblasregister.
Diese Interviews transkribierte ich und wertete sie im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse aus.

Für Guggenmusiken ist häufig nicht die Musikdas Wichtigste: Feste werden gefeiert, Anlässe organisiert, Wagen oder Masken gebaut. Man tritt einer Guggenmusik aus sozialen Gründen bei, weil die beste Kollegin oder ein guter Freund
bereits Mitglied ist und nicht ausschliesslich wegen des Musizierens. Man kann in einer Guggenmusik auch mitspielen, ohne ein Instrument gelernt zu haben. Und tatsächlich haben
bis zu drei Viertel der Mitglieder der drei untersuchten Guggenmusiken jenes Instrument, das sie in der Guggenmusik spielen, nie im Unterricht gelernt. Sie bringen sich das Instrumentalspiel learning-by-doing bei, erhalten vielleicht von Guggenmusik-Kolleginnen oder-Kollegen eine kurze Einführung. Anfänglich spielen diese Mitglieder mehr schlecht als recht mit und die Noten lesen sie mit Hilfe der
Bezifferung, die die Zugposition (bei den Posaunen)
oder die zu drückenden Ventile (bei Trompeten, Euphonien und Sousaphonen) angeben.

Jene Mitglieder, die ihr Instrument gelernt haben, achten in der Guggenmusik kaum oder nicht auf Ansatz und Intonation.Dies hat Auswirkungen auf den Sound: Keine
Guggenmusik dieses Projekts spielt absichtlich falsch, aber sie achten auch nicht auf eine reine Intonation.

Zudem «schränzen» und «chübeln» sie. Während mit «chüblen» das asynchrone Spielen der Rhythmusinstrumente gemeint
ist, zählen zum «Schränzen» sowohl die Glissandi der Blasinstrumente als auch ihre leicht scheppernden oder «getröteten» Töne. Man «schränzt», wenn die Lippen müde sind oder die Töne so laut gespielt werden, dass der
Ansatz nicht mehr kontrollierbar ist.

Die Guggenmusiken gehen unterschiedlich mit dem
«Schränzen» und dem «Chüblen» um: Die Noggeler zum Beispiel wollen möglichst nicht «schränzen». Für die Schlossruugger hingegen gehört dies zu einer Guggenmusik: Ohne
«Schränzen» würde die Guggenmusik wie eine Brass Band klingen.

Transformationen eines Hits: Die Guggenmusiken übertragen fremde Stücke in ihre eigene Musiksprache – wie sie dies
machen, zeige ich am Beispiel von «The Best»:Die Noggeler, Schlossruugger und Sonnechöblermüssen zum Beispiel die Instrumentationdes Originals ihrer Besetzung anpassen. Neben
der Singstimme von Tina Turner hören wir im Original zwei Rhythmus-Gitarren, Keyboard, Bass sowie Schlagzeug. Bei den drei Guggenmusiken hingegen spielen obligat Trompeten, Posaunen, Sousaphone beziehungsweise Tuben sowie als Rhythmusinstrumente «Chuchis»3 und Pauken4 mit.

Die Noggeler und Sonnechöbler spielen mit einem Euphoniumregister,zusätzlich ergänzen die Noggeler das
Rhythmusregister mit Trommeln und Perkussionsinstrumenten
und bei den Schlossruuggern spielen Glocken (5) mit. Die Guggenmusiken besetzen sämtliche Stimmen mehrfach – eine
klangliche Eigenschaft, durch die sie sich beispielsweise
von Brass oder Big Bands unterscheiden.Wie die Transformation von «The Best» im konkreten Fall der Sonnechöbler aussehenkann, zeigen die Transkriptionen der ersten vier Takten der zweiten Strophe (Abbildung 1;
links Tina Turner, rechts Sonnechöbler).
Tina Turner singt – typisch für ihren Stil und passend zu einem Rocksong – rhythmisch und melodisch sehr frei. Die Trompetenstimme der Sonnechöbler bevorzugt die rhythmisch binäre Aufteilung und eine klare Melodieführung. Die
Posaunen spielen in den Takten 1 und 2 unseres
Beispiels Füllstimmen, hier übernommen vom Keyboard des Originals. In den Takten 3 und 4 unterstützen sie die Gegenmelodie. Die Hauptstimme bei dieser Gegenmelodie liegt
bei den Euphonien. Hier treffen wir auf eine Besonderheit der Guggenmusik Sonnechöbler:bei ihnen trägt dieses Register so gut, dass es auch Melodiefunktion übernehmen kann.
Die Sousaphone spielen die stampfende Bassstimme des Originals nach, ändern diese jedochleicht ab, indem sie den ersten Schlag jedes Taktes länger aushalten. Die Pauken schlagen auf die ungeraden Zählzeiten des ersten und dritten Viertels, variieren teilweise (Takt 4) mit zwei zusätzlichen Schlägen auf den sechsten und achten Achtel. Die «Chuchi»-Stimme ist rhythmisch anspruchsvoll:
Während die Hi-Hat-Achtel durchgeschlagen werden, rhythmisieren sie die Snare-
Stimme gekonnt aus, indem sie den vierten Viertel mit Sechzehntel füllen (Takt 2) und das sechste Achtel (Takt 3) beziehungsweise das zweite Achtel (Takt 4) mit 32-teln ausspielen.
Diese Snare-Stimme bekommt so etwas Tambourhaftes.
Die Art und Weise dieser Adaption von fremden Stücken prägt den Sound einer Guggenmusik ebenfalls, kann sogar zu einem individuellenSound eines Vereins führen: Der Arrangeur der
Sonnechöbler zum Beispiel schreibt dank seiner jahrelangen Erfahrung die Arrangements perfekt angepasst an die Stärken und Schwächen seiner Guggenmusik.

Wir haben mit der Instrumentation, der schrägen Intonation, dem «Schränzen» und «Chübeln» sowie mit der Sonnechöbler-Version von «The Best» Charakteristika kennen gelernt, die
den Sound von Guggenmusiken prägen. Diese Eigenschaften stehen in enger Verbindung mit den sozialen Strukturen der Vereine, etwa indem das unterschiedliche musikalische Ausbildungsniveau der Mitglieder zur schrägen Intonation
und zum «Schränzen» führt. Man hört einer Guggenmusik an, wie sie strukturiert und sozial eingebettet ist und welche Prozesse ablaufen, wenn sie ein fremdes Stück adaptieren– und darin liegt meines Erachtens der Mythos des Guggenmusik-Sounds begründet.



Zweite Strophe von «The Best». Transkription der Version von Tina Turner (links) und der Guggenmusik Sonnechöbler (rechts).
1 Zur Terminologie: Der Song «The Best» – der ursprünglich
von Bonnie Tyler gesungen wurde – findet sich u.a.
auf der CD «Simply the Best» von Tina Turner.
2 Mit Tambourmajor ist der Dirigent gemeint.
3 «Chuchi» ist ein fahrbares Schlagzeug.
4 Guggenmusik-Pauken sind eigentlich grosse Trommeln.
5 Granitblöcke und/oder Cowbells.



Projekttitel: Guggenmusiken – der Mythos von
Sound und Intonation
Projektdauer: März 2006 – Oktober 2008
Projektmitarbeitende: Claudia Emmenegger
(Hochschule Luzern – Musik), Miriam Rorato
(Hochschule Luzern – Soziale Arbeit)
Finanzierung: Hochschule Luzern
Forschungsschwerpunkt: Interpretation &
Performance.

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Dr.Schnupf
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ID # 2118


  Erstellt am 14. Januar 2009 13:01 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Das ist sehr interessant!
Aber es neigt wieder dazu viele dinge zu verallgemeinern, die man nicht verallgemeinern kann.
ich glaube kaum, dass man anhand von 3 guggen eine Analyse machen kann.
Aber ein paar Punkte können definitiv so stehen bleiben, (nach meiner Meinung)
Die soziale Struktur wirkt sich definitiv auf den Sound aus.

Beiträge: 2276 | Mitglied seit: Februar 2007 | IP-Adresse: gespeichert
tko
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ID # 2065


  Erstellt am 14. Januar 2009 13:10 (#3)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
finde es auch einen sehr intressanren text....;)

( warum drei verschiedene, und gerade diese drei ausgewählt wurden wurde ja ausführlich erklärt....offenbar genügte es dem autor sich auf den kanton luzern zu beschränken :D :D )

....Ich finde aber auch dass spätestens dann, wenn nicht Musiker, sondern Guggenmusiker die einzelnen Guggen so miteinander vergleichen, der zenit überschritten wurde ;)

sollte also eher ein satirischer beitrag über den ernst gewisser diskussionen darstellen...

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Helge
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ID # 1668


  Erstellt am 19. Januar 2009 08:40 (#45)  |  Zitat Zitat   PN PN   HP HP
Hi Flo-si

Die "bekanntere" Gruppe welche du vermutlich ansprichst, probt nur zweimal pro Jahr und da ist es unmöglich, solche Effekte einzubauen. Von einem Triangel und einem Satz Cinellen mal abgesehen, die "plötzlich" mit dabei waren. Da ich lediglich 1% Prozent dieser Gruppe ausmache, darf/kann/soll man nie von "meiner" Gruppe sprechen. Ich habe grossen Spass, dass ich ein Mitglied dieser Gruppe sein kann :)

Wenn du aber die "andere" Gruppe meinst mit der ich an der Fasi unterwegs bin, gehen wir andere und vielleicht auch neuere Wege. Da werden über 20 verschiedene Instrumente eingesetzt, und es kommen jedes Jahr neue dazu. Allerdings muss hier erwähnt werden, dass es sich hierbei nicht um eine Guuggä im herkömmlichen Sinn, sondern um eine Fasnachts-Band handelt. Mit Guuggenmusig während der Fasnacht habe ich vor ziemlich genau 10 Jahren aufgehört.

Allerdings bin ich überzeugt, dass mein alter Kumpel der die musikalischen Geschicke der damaligen Guuggä leitete und grossen Aufwand in den Sound investierte, heute bestimmt schon andere Wegen gehen würde. Er war damals schon seiner Zeit voraus und hätte die heute mögliche Technik schon längst eingebaut. Ich bin überzeugt, dass wir mindestens von einer Gruppe einen völlig anderen Sound zu hören bekämen ;)

Vielleicht geht jemand anders einen Schritt in eine andere Richtung. Schön und spannend wärs in jedem Fall

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Sartre
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  Erstellt am 19. Januar 2009 13:48 (#46)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat von daysleeper:

Wo definitiv eine gewisse Gleichmacherei stattgefunden hat ist bezüglich Instrumentierung und Optik (16 Trompeten, 14 Posaunen, 6 Sousis, 8 Euphonien, 6 Schlagzeuge und 6 Pauken und alle GUggen immer gleich aufgestellt)



Kannst du es für mich nochmal aufzählen ?!

Hört sich so schön an, da bekomm ich Tränen in den Augen !

:love:

Ich will auch Einheitsbrei sein ;-)[edit]

[ Beitrag am 19. Januar 2009 13:52 bearbeitet von Sartre ][/edit]

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Badnerlandlied

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flo-si
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ID # 257


  Erstellt am 19. Januar 2009 14:56 (#47)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Hallo helge,

danke für deinen beitrag.

Es war mir nicht bekannt, dass ihr in deiner "anderen" formation so viele verschiedene instrumente einsetzt. Klingt bestimmt interessant :)

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Deibel
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ID # 2055


  Erstellt am 20. Januar 2009 11:45 (#48)  |  Zitat Zitat   PN PN
Zitat von Helge:
Mit Guuggenmusig während der Fasnacht habe ich vor ziemlich genau 10 Jahren aufgehört.



Das asketische Mönchsleben ist dir scheinbar damals nicht bekommen.... :P :P

Zitat von Helge:
Ich bin überzeugt, dass wir mindestens von einer Gruppe einen völlig anderen Sound zu hören bekämen ;)



Ja, das nähme mich ja auch wunder, wie denn das tönen würde. ;)

Beiträge: 104 | Mitglied seit: Januar 2007 | IP-Adresse: gespeichert
flo-si
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ID # 257


  Erstellt am 21. Januar 2009 10:57 (#49)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Selbst mit ihrem spielerischen stand von vor 10 jahren wäre diese guugge auch heute absolut auf der höhe der zeit!! :)

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Maetz
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ID # 2638


  Erstellt am 21. Januar 2009 11:23 (#50)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
ich behaupte, dass sich die vielgelobte formation, HEUTE nicht mehr in diesem Ausmass absetzen könnte wie vor 10 Jahren. Die Entwicklung hat oder hatte auch um sie rum stattgefunden. Bedeutend absetzen kann man sich heute, wenn man sich auflöst (schon passiert) oder die Form einer "Brass-für-Arme" wählt (auch schon passiert). Bitte hängt mich jetzt bitte nicht auf wegen "Brass-für-Arme" :D.

Und wie immer: Dies ist meine Meinung und muss nicht die allgmeine Philosphie der Guggenmusik welcher ich beiwohne, wiederspiegeln.

:D

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bommel
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ID # 2038


  Erstellt am 21. Januar 2009 11:29 (#51)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Zitat von Maetz:
ich behaupte, dass sich die vielgelobte formation, HEUTE nicht mehr in diesem Ausmass absetzen könnte wie vor 10 Jahren. Die Entwicklung hat oder hatte auch um sie rum stattgefunden. Bedeutend absetzen kann man sich heute, wenn man sich auflöst (schon passiert) oder die Form einer "Brass-für-Arme" wählt (auch schon passiert). Bitte hängt mich jetzt bitte nicht auf wegen "Brass-für-Arme" :D.

Und wie immer: Dies ist meine Meinung und muss nicht die allgmeine Philosphie der Guggenmusik welcher ich beiwohne, wiederspiegeln.

:D



ich bin der meinung, dass gerade wegen der auflösung die entwicklung solche formen angenommen hat.

zum thema "brass für arme" kann ich dir nur recht geben....

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daysleeper
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ID # 135


  Erstellt am 21. Januar 2009 12:09 (#52)  |  Zitat Zitat   PN PN   HP HP
Ich finde flosis und Mätz's Aussage richtig. Ich interpretiere flosis Aussage so, dass besagte Formation mit dem Stand von damals auch heute noch zu den besten paar Formationen gehören würde. Dem stimme ich zu. Aber Mätz hat irgendwie auch recht, wenn er sagt, dass der Unterschied sicherlich nicht mehr so gross wäre, wie er zur damaligen Zeit war. Spannend wäre sicherlich, wenn man sehen könnte, wohin sich das Ganze bis heute entwickelt hätte, wenn sich die Formation nicht aufgelöst hätte. Aber hätte, wäre wenn bringt ja eh nichts.
Letzten Samstag an meinem Wohnort konnte man auf jeden Fall sehen in welche Richtung die Entwicklung der Guggenszene in OW zeigt und es ist nicht die positive der beiden möglichen Richtungen.

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Dr.Schnupf
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ID # 2118


  Erstellt am 21. Januar 2009 12:18 (#53)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat von daysleeper:

Letzten Samstag an meinem Wohnort konnte man auf jeden Fall sehen in welche Richtung die Entwicklung der Guggenszene in OW zeigt und es ist nicht die positive der beiden möglichen Richtungen.



Wie meinst du das? Hab ne grobe Vorstellung was du meinen könntest aber bin mir nicht sicher....
;)

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marionetta
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ID # 397


  Erstellt am 21. Januar 2009 12:49 (#54)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Zitat von Dr.Schnupf:
Zitat von daysleeper:

Letzten Samstag an meinem Wohnort konnte man auf jeden Fall sehen in welche Richtung die Entwicklung der Guggenszene in OW zeigt und es ist nicht die positive der beiden möglichen Richtungen.



Wie meinst du das? Hab ne grobe Vorstellung was du meinen könntest aber bin mir nicht sicher....
;)




das nähme mich auch wunder was du damit genau meinst?

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daysleeper
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  Erstellt am 21. Januar 2009 12:55 (#55)  |  Zitat Zitat   PN PN   HP HP
Ich dachte eigentlich das sei irgendwie offensichtlich, wie das gemeint ist, aber für euch etwas konkreter, was ich damit meine.

Nun, dass fast sämtliche Guggen mit akutem Mitgliederschwund zu kämpfen haben, das Durchschnittsalter rapide sinkt und die musikalische Qualität von Jahr zu Jahr zumindest stagniert, um es mal möglichst positiv auszudrücken. Wenn der Trend keine Masken mehr herzustellen anhält, kann man sich schon fragen, was dann noch bleibt...

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  Erstellt am 21. Januar 2009 12:55 (#56)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat von marionetta:
Zitat von Dr.Schnupf:
Zitat von daysleeper:

Letzten Samstag an meinem Wohnort konnte man auf jeden Fall sehen in welche Richtung die Entwicklung der Guggenszene in OW zeigt und es ist nicht die positive der beiden möglichen Richtungen.



Wie meinst du das? Hab ne grobe Vorstellung was du meinen könntest aber bin mir nicht sicher....
;)




das nähme mich auch wunder was du damit genau meinst?



Da es um eine Richtung der Entwicklung geht und ich meine etwas im Kopf zu haben, dass ich hier schonmal von daysi gelesen habe diesbezüglich wollte ich lediglich wissen welche Richtungen es für ihn gibt und welche davon eingeschlagen wird.
habe ich mich vorher etwa undeutlich ausgedrückt? :D

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Dr.Schnupf
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  Erstellt am 21. Januar 2009 12:57 (#57)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat von daysleeper:
Ich dachte eigentlich das sei irgendwie offensichtlich, wie das gemeint ist, aber für euch etwas konkreter, was ich damit meine.

Nun, dass fast sämtliche Guggen mit akutem Mitgliederschwund zu kämpfen haben, das Durchschnittsalter rapide sinkt und die musikalische Qualität von Jahr zu Jahr zumindest stagniert, um es mal möglichst positiv auszudrücken. Wenn der Trend keine Masken mehr herzustellen anhält, kann man sich schon fragen, was dann noch bleibt...



Das trifft in etwa das was ich dachte.
Aber lieber noch mal nachgefragt als falsch gedacht ;)

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ID # 2638


  Erstellt am 21. Januar 2009 13:00 (#58)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat von bommel:
Zitat von Maetz:
ich behaupte, dass sich die vielgelobte formation, HEUTE nicht mehr in diesem Ausmass absetzen könnte wie vor 10 Jahren. Die Entwicklung hat oder hatte auch um sie rum stattgefunden. Bedeutend absetzen kann man sich heute, wenn man sich auflöst (schon passiert) oder die Form einer "Brass-für-Arme" wählt (auch schon passiert). Bitte hängt mich jetzt bitte nicht auf wegen "Brass-für-Arme" :D.

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:D



ich bin der meinung, dass gerade wegen der auflösung die entwicklung solche formen angenommen hat...


ich sehe keinen direkten zusammenhang. bitte um aufklärung!

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daysleeper
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  Erstellt am 21. Januar 2009 13:01 (#59)  |  Zitat Zitat   PN PN   HP HP
Zitat von Dr.Schnupf:
Zitat von daysleeper:
Ich dachte eigentlich das sei irgendwie offensichtlich, wie das gemeint ist, aber für euch etwas konkreter, was ich damit meine.

Nun, dass fast sämtliche Guggen mit akutem Mitgliederschwund zu kämpfen haben, das Durchschnittsalter rapide sinkt und die musikalische Qualität von Jahr zu Jahr zumindest stagniert, um es mal möglichst positiv auszudrücken. Wenn der Trend keine Masken mehr herzustellen anhält, kann man sich schon fragen, was dann noch bleibt...



Das trifft in etwa das was ich dachte.
Aber lieber noch mal nachgefragt als falsch gedacht ;)



Ergänzung:
Offenbar ein weiterer Trend, dem jedoch nicht alle Musigen (aber leider gibt es solche) unterliegen ist die Verlagerung der wichtigsten Eigenschaft einer Gugge darauf, wie viel Alkohol die Mitglieder zu vernichten imstande sind, um dann damit zu prahlen...

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  Erstellt am 21. Januar 2009 13:03 (#60)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zitat von daysleeper:
Zitat von Dr.Schnupf:
Zitat von daysleeper:
Ich dachte eigentlich das sei irgendwie offensichtlich, wie das gemeint ist, aber für euch etwas konkreter, was ich damit meine.

Nun, dass fast sämtliche Guggen mit akutem Mitgliederschwund zu kämpfen haben, das Durchschnittsalter rapide sinkt und die musikalische Qualität von Jahr zu Jahr zumindest stagniert, um es mal möglichst positiv auszudrücken. Wenn der Trend keine Masken mehr herzustellen anhält, kann man sich schon fragen, was dann noch bleibt...



Das trifft in etwa das was ich dachte.
Aber lieber noch mal nachgefragt als falsch gedacht ;)



Ergänzung:
Offenbar ein weiterer Trend, dem jedoch nicht alle Musigen (aber leider gibt es solche) unterliegen ist die Verlagerung der wichtigsten Eigenschaft einer Gugge darauf, wie viel Alkohol die Mitglieder zu vernichten imstande sind, um dann damit zu prahlen...




Diese Erfahrung hab ich vor exakt 11 Tagen auch machen müssen und kann dadurch behaupten, dass dies kein regionales OW Problem ist. :rolleyes:

EDIT: Man kann aber zum Glück auch nicht behaupten, dass es ein grundsätzliches problem aller Guggen ist....... ;)

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daysleeper
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  Erstellt am 21. Januar 2009 13:09 (#61)  |  Zitat Zitat   PN PN   HP HP
Ich meine ja nicht, dass die etwas neues ist, aber es scheint sogar mittlerweile salonfähig und in aller Öffentlichkeit mitteilungswürdig, kurz auszutreten, um "rückwärts zu trinken" und danach weiterzusaufen.

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